Curly Girl Method (CGM) erklärt – für wen sie sinnvoll ist und worauf es wirklich ankommt
- 1) Was ist die Curly Girl Method (CGM)?
- 2) Ist CGM das Richtige für mich?
- 3) Welche Inhaltsstoffe sind bei CGM erlaubt oder nicht?
- 4) CGM-Routine für Anfänger:innen
- 5) Häufige CGM-Probleme (und was wirklich hilft)
- 6) CGM & Porosität
- 7) CGM & Alltag (Schweiz)
- 8) Produkte & Marken
- 9) Fazit: Siztaz & CGM
- 10) FAQ
CGM wird oft so dargestellt, als gäbe es nur „richtig“ oder „falsch“. In der Realität ist CGM eher ein Werkzeug: Es kann dir helfen, deine Wellen, Locken oder dein coily / Afro-Haar besser zu verstehen – aber es ist keine Pflicht. Entscheidend ist, was deinem Haar langfristig guttut.
CGM ist ein Ansatz, der häufig auf sanfte Reinigung, mehr Feuchtigkeit, weniger austrocknende Inhaltsstoffe und schonende Styling-Techniken setzt. Viele Menschen nutzen CGM flexibel – nicht streng.
1) Was ist die Curly Girl Method (CGM)?
Woher kommt CGM?
Die Curly Girl Method wurde vor allem durch Locken-Communities und Bücher rund um Curl-Care bekannt und hat sich über Jahre in Social Media, Salons und Alltag etabliert. Der Kern ist simpel: weniger austrocknende Einflüsse, mehr Schutz und eine Routine, die zur natürlichen Struktur passt.
Was will CGM erreichen?
Viele merken durch CGM mehr Definition, weniger Frizz, weniger Trockenheit und insgesamt „ruhigeres“ Haar – besonders, wenn das Haar vorher stark ausgetrocknet, überpflegt oder ständig gestresst war (Hitze, Färben, mechanische Reibung).
Muss ich CGM streng befolgen?
Nein. Viele folgen CGM „light“ oder selektiv. Du kannst einzelne Prinzipien übernehmen (z. B. sanfter waschen, besser versiegeln, weniger Reibung in der Nacht), ohne eine perfekte CGM-Liste zu führen.
Ist CGM wissenschaftlich bewiesen – oder nur ein Trend?
CGM ist keine medizinische Therapie, sondern eine Routine-Logik: weniger austrocknende Faktoren, mehr Feuchtigkeit, bessere Pflegegewohnheiten. Ob du damit bessere Ergebnisse bekommst, hängt von Haarstruktur, Styling-Zielen, Produktwahl und Gewohnheiten ab. Für viele funktioniert es – aber nicht für alle gleich.
2) Ist CGM das Richtige für mich?
Ist CGM gut für welliges Haar?
Ja, oft – aber meist leichter als bei stärkeren Locken. Wellen (z. B. 2A–2C) können schnell beschwert wirken. Viele profitieren von milder Reinigung, leichteren Leave-ins und nicht zu schweren Butters.
Ist CGM gut für lockiges Haar?
Häufig ja. Lockiges Haar (z. B. 3A–3C) trocknet schneller aus, verliert leichter Definition und reagiert stark auf Reibung, Hitze und falsche Produktbalance. Eine CGM-orientierte Routine kann hier sehr hilfreich sein.
Ist CGM gut für coily / Afro-Haar?
Viele Menschen mit coily / Afro-Haar (z. B. 4A–4C) profitieren von Feuchtigkeit, Schutz und weniger mechanischem Stress. Wichtig ist eine Routine, die zu deinem Alltag passt – inklusive guter Versiegelung und schonender Detangling-Techniken.
Funktioniert CGM bei feinem Haar?
Ja, aber „leicht“ ist das Stichwort. Feines Haar mag oft weniger schwere Öle/Butters und mehr Gewichtskontrolle (z. B. leichte Cremes, Mousse oder leichte Gels). Wenn dein Haar schnell „platt“ wird, passt du CGM einfach an.
Kann CGM Haare schlechter machen?
Es kann sich so anfühlen – meistens wegen falscher Produktwahl (zu schwer, zu viel, falsche Balance aus Feuchtigkeit/Protein), Build-up oder unpassender Waschfrequenz. CGM ist kein Garant, sondern ein Rahmen. Du darfst jederzeit anpassen.
Wenn CGM sich nicht gut anfühlt, bist nicht du „falsch“ – die Routine passt nur noch nicht. Kleine Anpassungen wirken oft sofort.
3) Welche Inhaltsstoffe sind bei CGM erlaubt oder nicht?
Wichtig: Nicht jedes Haar reagiert gleich. „Nicht erlaubt“ ist in der Praxis oft „für viele nicht ideal“. Entscheidend ist: Wie fühlt sich dein Haar an? Wie sieht das Ergebnis aus?
Sulfate
Sulfate reinigen sehr stark. Das kann bei manchen gut sein (z. B. als gelegentliche Tiefenreinigung), kann aber auch austrocknen – besonders bei Locken und coily / Afro-Haar, die Feuchtigkeit schneller verlieren.
Silikone
Silikone können Glanz und „Slip“ geben. Manche sind schwer auswaschbar und können Build-up verursachen. Viele CGM-Routinen vermeiden sie – nicht weil sie „böse“ sind, sondern weil sie bei manchen Haaren Pflegeeffekte blockieren.
Alkohole
Nicht jeder Alkohol ist austrocknend. Kurzkettige Alkohole können austrocknen, Fettalkohole sind oft pflegend. Wenn dein Haar trocken reagiert, lohnt sich ein Blick auf die INCI-Liste – aber ohne Panik.
Glycerin, Proteine, Öle & Butters
Diese sind nicht „gut“ oder „schlecht“ – sie müssen zu deinem Haar passen. Zu viel Protein kann hart wirken, zu wenig Protein kann schlapp wirken. Zu schwere Öle/Butters können Wellen beschweren.
- Wenn es trocken wirkt: Mehr Feuchtigkeit, bessere Versiegelung, weniger austrocknende Faktoren.
- Wenn es hart wirkt: Protein reduzieren, mehr Feuchtigkeit und sanftere Reinigung.
- Wenn es platt wirkt: Leichter stylen, Produktmenge reduzieren, gelegentlich klären.
4) CGM-Routine für Anfänger:innen
Du brauchst nicht 10 Produkte. Starte mit einer einfachen Routine und passe dann an. Viele machen CGM unnötig kompliziert – dabei sind Basics oft am effektivsten.
Einfacher Start (4 Schritte)
- Sanft reinigen (mildes Shampoo oder Co-Wash – je nach Kopfhaut).
- Conditioner nach jeder Wäsche (Slip + Feuchtigkeit).
- Leave-in (optional, je nach Trockenheit).
- Styling (Gel / Cream / Mousse – je nach Haar & Ziel).
Brauchst du einen „Reset Wash“?
Manchmal ja – z. B. wenn du sehr viel Build-up hast oder von sehr silikonlastigen Routinen umsteigst. Danach baust du sanfter wieder auf. Aber: Nicht jede Person braucht das regelmäßig.
Wie lange dauert es, bis CGM wirkt?
Manche merken sofort Unterschiede, andere brauchen ein paar Waschroutinen. Häufig hängt es von Styling-Technik, Produktmenge und dem richtigen Gleichgewicht aus Feuchtigkeit/Protein ab.
5) Häufige CGM-Probleme (und was wirklich hilft)
„Meine Haare sind fettig / klebrig“
Oft ist es zu viel Produkt, zu schwere Produkte oder zu wenig Reinigung für deine Kopfhaut. Reduziere die Menge, wähle leichtere Texturen oder kläre gelegentlich.
„Meine Haare sind trocken – trotz CGM“
Trockenheit kann von zu heißem Wasser, Reibung, hartem Wasser, fehlender Versiegelung oder unpassender Produktbalance kommen. Checke zuerst die Basics: sanfter waschen, Feuchtigkeit + Versiegelung, Nacht-Schutz.
„Meine Locken/Wellen hängen durch“
Das ist häufig ein Zeichen für Überpflege oder zu schwere Produkte (besonders bei Wellen und feinem Haar). Leichtere Leave-ins, Mousse oder leichte Gels können helfen.
„Ich habe Build-up“
Wenn Produkte „nicht mehr wirken“, kann sich ein Film aufgebaut haben (hartes Wasser, schwere Produkte, unklare Reinigung). Eine gelegentliche Tiefenreinigung und leichtere Routinen bringen oft schnell wieder Definition.
Fühlt sich dein Haar platt an? → leichter + weniger Menge.
Fühlt es sich hart an? → Protein runter, Feuchtigkeit rauf.
Fühlt es sich trocken an? → Versiegelung + weniger Stress (Hitze/Reibung/Wasser).
6) CGM & Porosität
Porosität beschreibt vereinfacht, wie dein Haar Feuchtigkeit aufnimmt und hält. Das beeinflusst, warum manche Produkte bei dir „perfekt“ sind und bei anderen nicht.
Wichtig: Wir empfehlen nicht, jedes Produkt nach „hoch“ oder „niedrig“ zu labeln – das ist oft zu starr. Besser ist, auf Haar-Verhalten zu achten: Wird es schnell trocken? Oder dauert es ewig, bis Produkte einziehen?
Wenn du tiefer einsteigen möchtest: Porosität einfach erklärt (Guide)
7) CGM & Alltag (Schweiz)
Winter & trockene Luft
Im Winter sind Trockenheit und statische Haare häufig. Mehr Feuchtigkeit, bessere Versiegelung und Satin-/Seiden-Schutz in der Nacht helfen oft mehr als „noch ein neues Produkt“.
Hartes Wasser
Kalk kann Produkteffekte blockieren. Wenn du merkst, dass Conditioner „nichts mehr bringt“, kann eine gelegentliche Klärung helfen.
CGM muss nicht teuer sein
Du brauchst keine 12 Schritte. Oft reichen wenige Produkte, die wirklich zu deinem Haar passen. Investiere lieber in Klarheit (Routine + Technik) als in Masse.
Flexibilität ist erlaubt
Du darfst Regeln brechen. Wenn ein Produkt funktioniert und du zufrieden bist, zählt das Ergebnis. CGM ist eine Orientierung, kein Urteil.
8) Produkte & Marken
Viele suchen nach „CGM-Marken“ oder „CGM-Produkten“. Am wichtigsten ist aber: Produktkategorie + Textur + Ergebnis – nicht der Hype.
Welche Produkttypen sind typisch in CGM-Routinen?
- Mildes Shampoo / Cleanser (für Kopfhaut und sanfte Reinigung)
- Conditioner (Slip, Feuchtigkeit, Entwirren)
- Leave-in (optional – besonders bei Trockenheit)
- Styling (Gel, Cream, Mousse – je nach Ziel)
- Deep Conditioner / Maske (1× pro Woche oder nach Bedarf)
Welche Marken können passen?
Viele Haarpflegemarken bieten heute CGM-freundliche Produkte an – also Produkte, die ohne austrocknende Sulfate, schwer auswaschbare Silikone oder problematische Inhaltsstoffe auskommen. Wichtig ist dabei nicht die Marke allein, sondern immer das konkrete Produkt und seine Inhaltsstoffe.
Marken wie Noughty, Only Curls, SheaMoisture oder EcoSlay führen zum Beispiel Produkte, die sich gut in eine CGM-orientierte Routine integrieren lassen, wenn sie zu deinem Haartyp und deinen Bedürfnissen passen. Auch hier gilt: Was für ein Haar sehr gut funktioniert, kann für ein anderes zu schwer oder zu leicht sein.
Tipp: Verlinke hier zu deinen Kategorien (statt zu vielen Einzelprodukten ):
Locken Shampoo · Locken Conditioner · Leave-In Pflege · Locken-Gel
9) Fazit: Siztaz & CGM
CGM kann eine hilfreiche Orientierung sein – ist aber keine Pflicht. Entscheidend ist, was deinem Haar wirklich guttut. Bei Siztaz findest du Produkte und Wissen für welliges, lockiges und coily / Afro-Haar (2A–4C) – ohne Dogma, ohne Überforderung.
Wir glauben an wirksame, ehrliche Pflege und Routinen, die zu dir passen. Du darfst CGM streng, leicht oder gar nicht nutzen – Hauptsache, du fühlst dich wohl mit deinem Haar.
Wenn du dich manchmal überfordert fühlst: Starte klein. Eine sanftere Wäsche, ein guter Conditioner und ein passendes Stylingprodukt können bereits einen großen Unterschied machen.
10) FAQ
Muss ich CGM strikt befolgen?
Nein. Viele nutzen CGM als Orientierung und passen es an Haar, Alltag und Budget an.
Ist CGM für Kinder geeignet?
Grundprinzipien wie sanfte Reinigung, wenig Reibung und Feuchtigkeit können sinnvoll sein. Wichtig ist eine einfache, schonende Routine.
Kann ich Gel benutzen, wenn ich CGM mache?
Ja. Viele nutzen Gel für Definition und Halt. Wichtig ist die richtige Menge und ein Produkt, das zu deiner Haarstruktur passt.
Warum funktioniert CGM bei mir nicht?
Häufig liegt es an Produktgewicht, Build-up, falscher Balance aus Feuchtigkeit/Protein oder Styling-Technik. Kleine Anpassungen bringen oft schnell Fortschritt.
Ist CGM nur für Locken?
Nein. Auch Wellen profitieren oft von sanfter Pflege – meist in einer leichteren, weniger „schweren“ Variante.



